Aargauische Evangelische Frauenhilfe

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102. Jahresversammlung: Abstimmung zur Zukunft des "Obstgartens" wurde vertagt

Auf der 102. Jahresversammlung der Aargauischen Evangelischen Frauenhilfe (AEF) am 23. Mai im Reformierten Kirchgemeindehaus Lenzburg sorgte das Traktandum «Information Obstgarten» für Emotionen. Es sollte zusammen mit einem Antrag behandelt werden, in dem der Vorstand um die Kompetenz ersuchte, Verkaufsverhandlungen für die in Rombach gelegene Liegenschaft führen zu dürfen. Die Mitgliederversammlung lehnte jedoch eine Abstimmung von vornherein ab. Sie beschloss, diese auf eine Sondersitzung zu vertagen.
«Der Vorstand beantragt lediglich die Kompetenz zur Führung von Verkaufsverhandlungen, nicht aber die Zustimmung zu konkreten Verkaufsgesprächen mit geeigneten Käufern», betonte Präsidentin Liselotte Fueter gegenüber den 40 anwesenden Stimmberechtigten. Es gehe dem Vorstand um eine Richtungsweisung für die Zukunft des Obstgartens durch die Mitgliederversammlung. Die im Besitz der AEF befindliche Liegenschaft in Rombach ist bis 2023 an die Heilsarmee vermietet, die dort Wohn- und Beschäftigungsplätze für Frauen und Männer in einer sozial schwierigen Lage anbietet. Damit die Vorgaben des Kantons für eine derartige Einrichtung weiterhin erfüllt werden können, sind ein Neubau sowie Umbauten der teilweise fast  100jährigen Gebäude erforderlich. Gemäss einer 2011 erstellten Nutzungsstudie muss dafür mit einem Investitionsvolumen von 8,3-10 Millionen Franken gerechnet werden. Das stellt die AEF, die sich aus Zuwendungen der Reformierten Landeskirche, Spendengeldern und den Beiträgen ihrer 2183 Mitglieder finanziert, vor grosse Probleme. Auch deshalb, weil nicht Liegenschaftsverwaltung, sondern die Führung einer gemeinnützigen Frauenberatungsstelle in Aarau ihr eigentliches «Kerngeschäft» ist. Deshalb hat sich eine Arbeitsgruppe des Vorstands ausführlich mit möglichen Zukunftsszenarien für den Obstgarten befasst und stellte der Mitgliederversammlung drei Optionen vor: 1. Beibehaltung des Ist-Zustandes, 2. Um- und Ausbau sowie 3. Verkauf der Liegenschaft. Dass der Vorstand mehrheitlich den Verkauf der Liegenschaft in Betracht zieht, hat - bei Beibehaltung des Status Quo - mit den zukünftig steigenden Unterhaltskosten  für den Obstgarten zu tun. Bei einem Um- und Ausbau stünden dagegen sehr hohe Investitionen einem relativ bescheidenem Ertrag gegenüber. Wie sich nun die Mitgliederversammlung in Sachen «Obstgarten» entscheiden wird, bleibt abzuwarten. Ein Termin für die angekündigte Sondersitzung steht noch nicht fest. Fest steht jedoch, dass der Vorstand, der ehrenamtlich arbeitet, trotz des Rücktrittes von zwei langjährigen, sehr engagierten Vorstandsfrauen vollzählig bleibt: die Mitgliederversammlung wählte für Regula Holliger, die 6 Jahre für das Ressort Finanzen zuständig war, einstimmig Sonja Brönnimann  als Nachfolgerin in den Vorstand. Ebenso einstimmig wurde Brigitta Josef Rahn gewählt. Sie rückt für Ruth Moser nach, die 12 Jahre das Ressort Ortsvertreterinnen betreut hat. Alle anderen Vorstandsfrauen wurden für drei weitere Jahre in ihrem Amt bestätigt.

Elisabeth Martinek



Aufgeschaltet am 23. Mai 2012
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